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Kurs A | Staffel I | Zusammenfassung
Zusammenfassung, Erklärungen, Dehnungsvokale, Sprachliche Beispiele und einige

Eine Zusammenfassung und einige Erklärungen


Wir haben alle 10 Lektionen zusammen gelernt und sind am Ende angekommen.
Leider haben einige von euch Probleme einige Buchstaben zu unterscheiden ob in der Aussprache oder in der Schreibweise.

Ich habe es mir also auf die Fahne geschrieben eine Sonderlektion zu gestalten, welches ich euch die ähnlich ausgesprochenen Buchstaben kategorisiere und sie euch vorstelle. Ich denke das wäre die beste Möglichkeit stets ein Überblick zu haben, welche Buchstaben sind ähnlich sind, welche nicht. Besonders bei der Aussprache.

Warum Aussprache? Nun. Wir wollen ja später den Koran lesen lernen und zwar richtig lesen und nicht mit einem Akzents.

Vorweg erstmal einige wichtige Punkte an die verschiedenen Menschen aus den verschiedenen Ländern, die Herkunftsspezifisch einige Probleme bei der Aussprache bestimmte Buchstaben haben.

  • Die Deutschen: Die Deutschen haben Probleme bei fast allen Buchstaben die aus dem Kehlkopf kommen.
  • Die Libanesen / Palästinenser: Ihr habt bei der Aussprache Buchstabe Nr.. 5 Die Libanesen und Palästinenser sprechen es wie eine Art Mischung: Sch + Schim aus. Bitte genauestes darauf achten. Desweiteren wird bei den Libanesen oft auch Buchstabe Nr.. 21 und 22 verwechselt. (zugegeben ist nicht einfach)
  • Die Türken: Die Türken haben viele Schwierigkeiten bei der Aussprache von U. Sie sprechen es als Ü aus. Liegt natürlich an der türkischen Sprache. inkl. natürlich die Buchstaben die aus dem Kehlkopf kommen.
  • Die Iraner: Sie haben Probleme mit dem Alif. Die Iraner verdunkeln es leicht, so dass es wie ein helles O anhört. wie ein Bayrer wenn er Ja sagt. Inkl. die Buchstaben die aus dem Kehlkopf kommen.
  • Die Araber allgemein: Bei Buchstabe Nr.. 15 und 17 wird oft verwechselt.

Ich bitte an dieser Stelle jeden nicht was falsches zu denken. Ich möchte NIEMANDEM schlecht bewerten oder ähnlichem.

Es ist auch keine "schlechte" Eigenschaft oder ähnlichem. Ich bitte um Verzeihung, wenn sich jemand dadurch gekränkt fühlt.
Damit Du die Aussprache der Buchstaben perfekt beherrschst, musst du dir die MP3s aus dem Download Bereich sehr oft anhören und mitüben. Nur so kannst du deine Aussprache verbessern.


Ähnlich ausgesprochene Buchstaben:


Die Buchstaben ( أَ عَ ) Nr.. 1 und 18

Höre dir die Buchstaben aufmerksam an und versuche den Unterschied zu erkennen. Der Buchstabe ( أ ) stammt aus dem hinteren Teil des Halses, während der Buchstabe ( ع ) aus der mittleren Stelle des Zungenrückens stammt.

Die Buchstaben (تَ طَ) Nr..: 3 und 16

Versuche die beiden Lauten voneinander zu unterscheiden. Die Aussprache beider Buchstaben ist ganz ähnlich, da sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe ( ت ) als auch der Buchstabe ( ط ) stammen aus dem Stoßen der Zungenspitze gegen die Innenseite der oberen Schneidezähne.

Die Buchstaben ( ثَ - ذَ ) Nr.. 9 und 4

Der unterschied zwischen den beiden Buchstaben ist: Bei dem Thal: Englisch: The, That, This.

Bei dem Tha (also mit dem 3 Punkte) Englisch: Think, Thought, Through,

Die Aussprache beider Buchstaben ist ganz ähnlich, da sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe ( ثَ ) als auch der Buchstabe ( ذَ ) stammen aus dem Stoßen der Zungenspitze gegen die Enden der oberen Schneidezähne.

Die Buchstaben ( ثَ - ظَ) 4 und 17

Wiedermal Buchstabe Nr.. 4. Die Aussprache beider Buchstaben ist ganz ähnlich, da sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe ( ظَ ) als auch der Buchstabe ( ثَ ) Buchstabe stammen aus dem Stoßen der Zungenspitze gegen die Enden der oberen Schneidezähne.

Die Buchstaben ( حَ - هَـ ) Nr.. 6 und 26

Das eine wird als ein normales h im Haus oder Hai ausgesprochen, das andere wir ein starkes Katzen Hauchen oder wie beim Husten.

Versuche zwischen (حَ) und (هَـ) zu unterscheiden. Vergesse nicht, dass der Buchstabe ( حَ ) aus dem Stoßen des Mittelzungenrückens gegen den Hartgaumen stammt, während der Buchstabe ( هَـ ) aus dem hinteren Teil der Mundhöhle stammt.

Die Buchstaben ( دَ - ضَ)

Die Aussprache beider Buchstaben ist ganz ähnlich, da sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe (دَ ) als auch der Buchstabe ( ضَ ) stammen aus dem Stoßen der Zungenspitze gegen die Enden der oberen Schneidezähne.

Die Buchstaben der ( ذَ - ظَ )

Die Aussprache beider Buchstaben ist ganz ähnlich, da sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe ( ظَ ) als auch der Buchstabe (ذَ ) stammen aus dem Stoßen der Zungenspitze gegen die Enden der oberen Schneidezähne.

Die Buchstaben ( سَ - صَ)

Hören Sie die Aussprache beider Buchstaben sorgfältig zu und versuchen Sie zwischen beiden zu unterscheiden, weil sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe ( سَ) als auch der Buchstabe (صَ) stammen aus dem Stoßen der Zungenspitze gegen die Stelle zwischen den oberen und den unteren Schneidezähnen.

Die Buchstaben ( كَ - قَ)

Die Aussprache beider Buchstaben ist fast ähnlich, da sie aus derselben Artikulationsstelle erzeugt werden. Sowohl der Buchstabe ( قَ ) als auch der Buchstabe ( كَ ) stammen aus dem Stoßen der Hinterzungenrücken gegen die oberen Backenzähne.

Die Buchstaben ( ةَ - تَ )

Das Weib. Geschlecht und ta:' marbu:Ta ﺓ ( = ″verbundenes t″) (Man kann ﺓ auch Endungs-t nennen.) Zum Glück gibt es im Arabischen nur ein männliches (m) und ein weibliches (f) Geschlecht. Über das männliche Geschlecht gibt es nicht viel zu sagen, diese Nomina haben kein eindeutiges Kennzeichen. Bei Wörtern (Substantive und Adjektive), die was Weibliches meinen, ist das anders, sie sind einfach zu erkennen, da sie am Wortende ein -a haben d.h. ein ta:' marbu:Ta ﺓ. (Das t der weibl. Endung wird nur gesprochen, wenn das Wort nicht mit –at endet, wenn also noch etwas folgt, wenn es z.B. auf –a(tun) ausgeht. Regel: gewöhnlich wird das ta:' marbu:Ta nicht ausgesprochen, sondern nur das ihm vorausgehende fatHa.) In manchen Gegenden wird die Femininendung nicht –a, sondern –ah ausgesprochen.


Der Dehnungsvokal:

In der deutschen Sprache unterscheiden wir zwischen einigen Dehnungen. Anhand dessen können wir ermitteln wie ein Wort geschrieben wird. Als Beispiel:

Kurze Vokale in Wörter wie: Fluss, Takt oder Binden

Wenn ich diese Wörter jetzt aber so Schreibe: Fluus, Taakt oder Bienden, was passiert? ich "dehne" die Vokale.
Das heißt also, dass ich sie dementsprechen auch schreibe. Im Arabischen gibt es sowas auch. Das ist allerdings ein wenig schwieriger (sonst wär das ja auch langweilig :o) Meistens ist ein Fatha, Kesre oder Damma Zeichen inkl. ein Buchstabe notwendig, damit eine natürliche Dehnung entsteht. wie bei eh (Dehnung), oder äh wie bei ähnlich. Schauen wir uns die folgenden Beispiele genauer an:

 


Die genaue Aussprache erfährst du unter www.koran-unterricht.de -> Download Lektionen -> Audio - MP3 -> Dehnungsvokale mit Alif. Ich habe anhand der Farben erklärt wie eine Dehnung zu beachten ist.

Höre dir die MP3 an und versuche es nachzusprechen.

Das Aussprechen des Fatha-Zeichens dauert nur eine Takt.
Das heißt das dauert so lange wie man einen Finger ausstreckt oder krümmt. Die Verlängerung des Vokals ( ا ) mit dem Fatha-Zeichen gilt als ein Dehnungsvokal ( langes "a" wie bei Saal). Der Dehnungsvokal ( ا ) dauert zwei Takte beim Aussprechen. Das heißt das dauert so lange wie man einen Finger zweimal ausstreckt oder zusammenzieht. Der Buchstabe ( ا ) verbindet sich mit dem ihm vorstehenden Buchstaben, aber nie mit dem, der ihm folgt, wie z.B. ( بات) . Der Vokal ( ا ) unterscheidet sich bestimmt von dem Buchstaben ( لَ ) , wenn dieser innerhalb eines Wortes steht, wie z.B. ( هَابَ - هلَبَ ) .

 

Das kleine ( ا ) über ( ى ) Das folgt nur einem Buchstaben mit dem Fatha-Zeichen.
Also dieser Buchstabe wird als ( ا ) nicht als ( ى ) ausgesprochen.
In diesem Fall wird das Aussprechen dieses Buchstabens um zwei Takte verlängert.
Die eine Takt dauert so lange wie man einen Finger einmal ausstreckt oder zusammenzieht.

Solche Schreibweise kommt im Koran sehr oft vor, und mann muss sich immer im klaren sein, dass es hier sich um einen Alif handelt und nicht um einen ya. Einige Beispiele aus dem heiligen Koran:

Auch hier sehen wir viele kleine Alifs über diverse Buchstaben. Wie im ersten Vers: Al-Alamin (also: die Welten), oder im 2-ten Vers: Al-Rahman (dem Allerbarmer), im dritten Vers: Malik:i (Dem Herrscher) Malik heißt auch besitzer. Aber ein Herscher hat mehr befugnisse, daher heißt es hier nicht besitzer, sondern Herrscher. usw...

Wenn du jetzt einfach mal den Koran aufschlägst und rein schaust, wirst du überrascht sein, wieviele Kleinalifs sich im Koran befinden, die du vieleicht vorher nicht kanntest und deswegen vieleicht den Koran falsch gelesen hast?

 

Grüβen im arabischen


Wenig zu schreiben haben wir übrigens, wenn wir uns aufs Grüβen beschränken. Das würden wir dann folgendermaβen anstellen:
Ihr Freund Kamal kommt dir entgegen und sagt freundlich
As-salamo Alaikum: Hallo! (Eigentlich heiβt es: Friede komme auf Dich!) Man kann das auch schreiben:

أَلسَّلاَمُ علَيْكُمْ.

(Die Präposition عَلَى ['ala:] bedeutet auf.)
Sie werden ebenfalls Hallo sagen. Sie fangen aber nicht mit dem Frieden an, sondern setzen den Satz dort fort, wo Kamal aufgehört hat, also mit 'alay-kum oder mit wa-'alay-kum وَ علَيكُم also: wa-'alay-kum ('a)s-sala:m(u) (wörtlich: und mit dir sei Friede). (Man kann auch weniger aufwendig einfach مَرْحَباً [marHab(an)] Hallo!, Grüβ dich! sagen. Die Akkusativendung –an, vgl. 4.3, wird oft nicht gesprochen. Die gesprochene Sprache vereinfacht die Gruβformeln ähnlich wie im Deutschen (z.B. Tag statt guten Tag, Zeit statt gesegnete Mahlzeit usw.) Als Antwort wiederholt man i.Allg. das, was der Grüβende sagte.
Man kann aber nicht einfach Hallo sagen, wenigstens muss der Name folgen. Wenn Sie Robert heiβen, wird كَمَال sagen 'as-sala:mu 'alay-kum, ya: Robert (رُوبَرْت [ru:bart]),
يَا [ya:] dient nur zur Einleitung des Namens, man könnte es mit oh wiedergeben, obgleich wir das im Deutschen nicht verwenden. Männliche Eigennamen verlieren nach ya: die Nunation.

Statt مُحَمَّدٌ [muHammad(un)] heiβt es einfach يَا مُحَمَّدُ [ya: muHammad(u)]. Man nennt [ya:] eine Vokativ- Partikel. Vokativ = Rufform. (Z.B.: Hi!)
Ihre Antwort auf Kamals Gruβ müsste dann sein: wa-'alay-kum ('a)s-sala:m(u), ya Kama:l. Um noch was Sinnvolles zu sagen, können Sie hinzufügen: أَلشَّمْسُ طَالِعَةٌ [ʼash-shamsu Ta:li'at(un)] die Sonne scheint… Am Telefon reden Sie natürlich nicht von Frieden, da sagen Sie einfach 'a:lo: (und schreiben آلُو mit Madda wegen 'a: und mit u:, weil es kein o: gibt. So erging es ja vorhin auch dem Robert, der sogar ein bart erhielt).
Es wird übrigens nicht immer gern gehört, wenn Christen sich der muslimischen Segenswünsche bedienen. Man kann sich oft neutralerer Wendungen bedienen. (Wer in Brasilien lebt, gewöhnt sich daran, immer wieder, wenn etwas Zukünftiges gemeint ist, 'se deus quiser', wenn Gott will, zu hören. Im Arabischen benutzen Araber und Ausländer dafür gern das Kunstwort 'inshalla', was eine Korruption von ['in sha:'a ('a)lla:h(u)] إِنْ شَاءَ ٱللّٰهُ ist. Hier bedeuten إِنْ ['in] wenn und شَاءَ [sha:'a] wollen.)

 

 



Ich hoffe, ich konnte das so gut wie möglich erklären. Dennoch: Falls etwas nicht klar sein sollte, so stehe ich dir zur Verfügung. Im Forum kannst du all deine Fragen stellen. Ich werde JEDE beantworten.
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